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Sumpf-Weidenröschen

Eigenschaften und Merkmale

Aussehen:

Der lateinische Name der Pflanze lautet "Epilobium palustre". Die Laubblätter sitzen direkt am Stängel und haben daher keine Stiele. Sie sind schmal und lanzettlich. Ihre Blattränder sind entweder glatt oder allenfalls leicht gezähnt. Die Blätter sind gegenständig und am Rand teilweise mit flaumigen Härchen versehen. Im Normalfall beträgt die Wuchshöhe der Pflanze 10 bis 70 Zentimeter.

Vermehrung:

Die Staude bildet von Juli bis September hellrosa Blüten. Unterirdisch verlaufen lange Ausläufer, die der vegetativen Vermehrung der Pflanze dienen.

Standort:

Wie der Name verrät, liebt das Sumpf-Weidenröschen feuchte Standorte. So sind typische Fundorte Sümpfe, Moore und Feuchtwiesen. Auch in der Nähe von Bächen kommt die Pflanze vor. Dabei steht sie mitunter sogar bis zu 10 Zentimeter im Wasser. Der Boden sollte kalkarm und leicht säurehaltig sein. Damit ist die Pflanze ein Säure- und Nässezeiger. Obwohl das Sumpf-Weidenröschen sonnige Standorte mag, macht ihr auch ein Platz in einer schattigeren Ecke nichts aus.

Verbreitung:

Das mehrjährige Sumpf-Weidenröschen kommt vor allem in Mitteleuropa vor. In Finnland ist es die häufigste Weidenröschen-Art, denn das Land bietet der Pflanze perfekte Wachstumsbedingungen. In Europa gedeiht es selbst an Stellen, die mehr als 1500 Meter über dem Meeresspiegel liegen.

Kulturelles

Die verschiedenen Weidenröschen-Arten waren bereits in der Vergangenheit bei Indianern und Schamanen überaus beliebt. Während Indianer neben zahlreichen anderen Kräutern auch Weidenröschen zum Räuchern verwendeten, gaben Schamanen die Heilpflanze in eine Kräutermischung, die sie inhalierten. Auf diese Weise verfielen sie in einen tranceähnlichen Zustand, der sie in die Unterwelt führen sollte. Dort suchten sie nach Hilfe und Ratschlägen, um die Krankheit ihres Gegenübers in Erfahrung zu bringen. Die Schamanen der Chui-Indianer verwendeten neben den Weidenröschen getrocknete Fliegenpilze und Tabakblätter zum Inhalieren.

Auch heute noch wird das Weidenröschen zum Räuchern verwendet. Am besten eignet es sich für Heil- und Liebesrituale, denn es soll dabei helfen, seelische Wunden zu heilen. Darüber hinaus unterstützt es uns dabei, mehr Liebe für uns selbst zu empfinden – eine wichtige Voraussetzung, um auch unsere Mitmenschen inniger zu lieben. Werden Weidenröschen und Sanderholz kombiniert, können gar Geister herbeigerufen werden. Vorausgesetzt, beides wird genau dann geräuchert, wenn der Mond wieder langsam abnimmt.

Volksheilkunde

Heutzutage ist vor allem die Wurzel des Sumpf-Weidenhöschens von Bedeutung. Die Wurzeln der Pflanzen werden im Frühling geerntet und so frisch wie möglich verarbeitet. Daraus entstehen entweder Tinkturen, die als Tropfen oral eingenommen werden, oder die bekannten Streukügelchen namens Globuli. Beides wird im homöopathischen Bereich angewandt.

Kulinarisches

Auch bei dieser Weidenröschen-Art sind die jungen Triebspitzen, Knospen, Blätter, Blüten und Wurzeln essbar und können für die verschiedensten Gerichte verwendet werden. Besonders gut schmecken die Knospen angebraten und in Kombination mit Aubergine. Wer die vielfältige Nutzpflanze am Ufer des eigenen Gartenteiches anbaut, hat sie immer griffbereit und kann sie jahrelang zum Kochen oder als Teepflanze nutzen.

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